Sodbrennen - das stille Leiden vieler Hunde

Schmatzen, Speicheln, häufiges Lecken von Pfoten, Schlafplatze etc, Gras oder Erde fressen, Aufstoßen und Schluckanfälle können Anzeichen dafür sein, dass Dein Hund mit Sodbrennen zu kämpfen hat.

Wenn Dir so etwas auffällt, beobachte ob es eher 2-3 Stunden nach dem Fressen oder nüchtern auftritt, denn hier liegt der Schlüssel für die richtige Unterstützung über die Fütterung.

Die Folgen von Sodbrennen, überhaupt, wenn es länger unbemerkt, unbehandelt oder nicht gelöst wird können massiv sein.

Hier sprechen wir über:

  • schmerzhafte, chronische Entzündungen in der Speiseröhre die auch entarten können

  • Entzündungen der Maulschleimhaut verbunden mit der Schädigung des Zahnschmelzes

  • Erbrechen oder verminderte Fresslust

  • auch Unruhe ist oft ein Zeichen, dass es Deinem Hund nicht gut geht, beobachte dann unbedingt, ob er/sie auch speichelt, schleckt oder Gras frisst

  • bei längerem Anhalten kann sich auch die Stimme verändern, und das Bellen hört sich an, als ob der Hund im Stimmbruch wäre

Die Ursachen sind mannigfaltig. Es können organische Beschwerden wie Nieren- oder Leberversagen vorliegen, aber auch mechanische Probleme der Speiseröhre, Magen- und Darmerkrankungen udgl.

Oftmals liegt die Ursache aber in Fütterungsfehlern. Sei es Futterunverträglichkeiten, die noch nicht bekannt sind, Fehler bei der Zusammenstellung der Nahrung.

Schwer verdauliche Nahrungsbestandteile wie Zelluloseverbindungen, stark bindegewebshaltiges Fleisch oder schwer verdauliche Knochen können eine Rolle spielen.

Gerade hatte ich den Fall bei der Freundin einer Kundin. Ein junger Lagotto hatte von Beginn an Probleme mit den Ohren. Trotz mehrmaliger Behandlung durch den Tierarzt auf Milben wurde der Juckreiz und die Verkrustungen kaum weniger. Er wurde mehrmals mit Cortison und Antibiotika behandelt, wegen der starken, schmerzhaften Entzündungen im Gehörgang. Nach 3 Monaten wird er noch immer mit Ohrentropfen udgl. behandelt, denn ganz weg ist es nicht.

Was aber dazu gekommen ist, ist eine so extreme Unruhe, die der Hundehalterin selbst gar nicht mehr aufgefallen ist. Meine Kundin war bei ihr auf Besuch, und hat sie darauf angesprochen. Die Hundehalterin meinte, er bekommt jetzt eh Pferdefleisch. Und?? Das ist kein Allheilmittel.

Aufgrund der monatelangen medikamentösen Behandlungen scheint die Darmschleimhaut massiv entzündet zu sein. Der arme Kerl braucht dringend Hilfe.

Es zeigt aber auch, dass wir oft davon ausgehen, dass ein Hund jammert, winselt, oder aufschreit, wenn er Schmerzen hat. Doch die Hunde leiden meist sehr lange leise.

Als Fluke den Kreuzbandriss hatte, ist er auf den Zehenspitzen aufgetreten. Das hat mit Sicherheit höllisch weh getan. Aber er hat keinen einzigen Ton gemacht!

Wenn ich ihn hingegen am Halsband von einer toten Maus wegziehe, kann es passieren, dass er kurz aufschreit. Nicht, weil ich ihm weh getan hat, sondern weil er erschrickt und beschwichtigt, damit ich nicht schimpfe.

Das sollten wir uns klar machen, wenn es um die Einschätzung von Schmerzhaftigkeit geht! Beobachtung ist hier das beste Mittel.

Verhaltensänderung oder Verhaltensauffälligkeiten, verändertes Gangbild usw. sind aufschlussreich, und sollten, wenn sie anhaltend oder länger als 1-2 Tage dauern, abgeklärt werden.

Nachdem die Hunde manchmal gar nicht auf das eigentliche Futtermittel, sprich Fleisch oder Gemüse oder Getreide reagieren, sondern oftmals auf Zusatzstoffe, möchte ich einmal mehr auf die Wichtigkeit frischer Nahrung hinweisen.

Nur wenn ich die einzelnen Bestandteile kenne, kann ich herausfinden, was möglicherweise Probleme bereitet, und dieses weglassen.

Wie du das zum Wohle der Gesundheit Deines Hundes hinbekommst, zeige ich Dir u.a. im Online-Kurs Ganzheitlich gesund gefüttert.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

TOP